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    Baukunst auf höchstem Niveau

    Zum dritten Mal wurde der Betonpreis des Güteverband Transportbeton, GVTB, verliehen. Eine Auszeichnung, die vor allem umfassende Qualität und eine kluge Gesamtkonzeption beim Gestalten mit Transportbeton ins Zentrum stellt.

    Der vorbildliche Einsatz von Transportbeton, Design, Originalität, Architektur, Funktionalität und Nachhaltigkeit waren die Aspekte, unter denen die 15 eingereichten Projekte von der Jury unter die Lupe genommen wurden. Das Ergebnis: Ein Sieger und drei Anerkennungen.

    Die feierliche Verleihung fand im Rahmen der Wintertagung des GVTB am 11. Jänner 2016 in Schladming statt. „Ich bin beeindruckt, wie einfallsreich Architekten, Bauherren und vor allem auch die ausführenden Unternehmen agieren. Vor allem das Siegerprojekt stellt die Vorteile von Transportbeton klar unter Beweis. Wir können stolz auf die ausgeführte Qualität sein. Mit unserem Preis wollen wir unsere Mitgliedsunternehmen vor den Vorhang holen. Die Leistungspalette ist beachtlich – sie reicht von der spektakulären Sanierung eines Speicherkraftwerks, über skulpturale Kunstwerke bis hin zum Einfamilienhaus auf einem extrem schmalen Grundstück. Die österreichischen Transportbetonhersteller trotzen Wind, Wetter oder auch ungewöhnlichen Baubedingungen und führen ihre Bauaufgaben mit extrem hohen Niveau und in höchster Qualität durch“, zeigt sich Peter Neuhofer, Vorsitzender des Vorstandes des GVTB, begeistert.

    Die Jury, erneut unter dem bewährten Vorsitz von Renate Hammer, Institute of Building Research & Innovation, mit Johann Kollegger, Institut für Tragkonstruktionen-Betonbau, TU Wien, Andreas Pfeiler, Fachverband Steine - Keramik, Sonja Messner, Chefredakteurin bauzeitung, und Maik Nowotny, freischaffender Architekturjournalist, hatten die Qual der Wahl. Die eingereichten Projekten zeichnen sich allesamt durch höchste Qualität aus – die Vergleichbarkeit war aufgrund der Vielfalt der Projekte kein einfaches Unterfangen wie Renate Hammer gesteht: „  Ich freue mich sehr über die Vielschichtigkeit des  Siegerprojekts, das in sich schon die Anwendungsbreite des Materials zeigt  und über die drei gleichwertigen Anerkennungen, die weitere ausgewählte Aspekte zeigen. Wir sind davon überzeugt, dass von diesen Projekten Impulse für weitere herausragende Projekte ausgehen  können.“

    Siegerprojekt Swarovski

    Zu Beginn der Jurysitzung sah es gar nicht so aus, als würde sich die Runde auf Swarovski einigen. Nach einigen heftigen Diskussionsrunden, unter Abwägen teils grundsätzlicher Argumentationsunterschiede, fiel die Entscheidung schließlich einstimmig für das Neubauprojekt in Wattens, geplant von den Architekten Snohetta aus Norwegen und den beiden Innsbrucker Architekturbüros Schlögl & Süss Architekten und Obermoser arch-omo GmbH. Das ausführende Bauunternehmen Fröschl lieferte auch den Transportbeton. Der Bestand von 1995 ist für die zahlreichen internationalen Besucher längst zu klein geworden, deshalb wurde ein Umbau bzw. eine Erweiterung notwendig. Die Architekten wie auch der Bauherr setzten dabei auf Beton in der Vielzahl seiner Ausführungsmöglichkeiten. Das neue Café und das Restaurant mit den geschwungenen Formen in Spritzbeton, der Spielturm mit den verschiedenen Betonfußbodenflächen und das Kunstwerk „Betonautobahn“ stellen die Gestaltungsvielfalt mit dem Baustoff Beton unter Beweis. „Letztlich wurde klar, dass es nicht zuletzt durch die Materialwahl gelingt die  vielfältigen  Funktionen, die das Projekt umfasst auf subtile Art zu verbinden. Für jede Funktion wird der Werkstoff Beton in einer anderen Art und Weise und jeweils sehr besonders interpretiert. Beeindruckend sind bei diesem Projekt aber auch die Tragwerksplanungs- und die Sichtbetonqualität“, erklärt Renate Hammer. Kunst, Handwerks-Know-how und höchste Ausführungsqualität – das sind die Siegereckpunkte, die sich allerdings auch bei den drei Projekten abzeichnen, die eine Anerkennung erhielten.

     

     

    Anerkannte Qualität - Auszeichnung des Güteverband Transportbeton

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    Anerkannte Qualität - Eine Anerkennung erhielt die neue Firmenzentrale des Bauunternehmens Fröschl in Hall in Tirol. Die Fassade des rund 70 Meter langen und 13 Meter hohen Gebäudes wurde mit Stampfbeton ausgeführt. Die 130 Jahre alte Handwerkskunst schafft eine einzigartige und ausdrucksstarke Oberfläche. Geplant von Roeck Architekten bewies das Bauunternehmen mit der Errichtung seines Hauptsitzes zugleich sein Können. Neuhofer freut sich über das ungewöhnliche Projekt: „Das Gebäude von Fröschl ist für mich ein klares Bekenntnis zum Baustoff Beton und es fällt auf. Ich sehe aber auch eine spannende Verbindung zu den Ursprüngen des Handwerks. Drei Monate wurde händisch die Fassade errichtet, das Ergebnis lässt sich sehen und erfüllt zudem bauphysikalische Eigenschaften, die im Winter wie auch im Sommer für angenehme Temperaturen sorgen.“

    Die Jury beeindruckte die Wiederbelebung der alten Handwerkskunst, als auch das Sichtbarmachen des Materials, die Experimentierfreude damit. Unsere Einschränkung dabei ist jedoch, dass die Stampfbetonmethode vermutlich nicht so einfach multiplizierbar ist, da sie doch sehr aufwendig ist. Das Projekt ist jedoch in jedem Fall eine wertvolle Anregung, über die Fassade hinaus – was noch alles mit Beton möglich wäre – zu denken.“

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    Fröschl Haus - Bürogebäude mit einzigartiger Fassade

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    An der östlichen Stadteinfahrt von Hall ist ein neuer Blickfang entstanden - das Fröschl Haus mit seiner markanten Stampfbetonfassade. Geschichteter und leicht durchgefärbter Stampfbeton verleiht dem mächtigen Baukörper eine eigenständige Ausstrahlung und ergibt einen gut harmonisierenden Kontrast zu den historischen, ortstypischen Stein- und Putzfassaden.  

     

    Da für diese alte Betonbauweise, welche mit Einführung der Stahlbetonbauweise in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts verdrängt wurde, keine Erfahrungswerte vorgelegen sind, waren Entwicklungsprozesse für die richtige Betonrezeptur und für den handwerklichen Einbau notwendig um sowohl die gewünschten ästhetischen als auch die bauphysikalischen Anforderungen erfüllen zu können. Nach mehreren Laborversuchen sowie Einbauversuchen an einer Musterwand waren wir sicher die qualitativen Anforderungen erfüllen zu können.  

     

    An der Fassade des Fröschl Hauses wurden drei verschieden Farbmischungen verwendet, welche abwechselnd in unregelmäßigen Schichten in eine Kletterschalung eingefüllt und durch händisches Stampfen verdichtet wurden. Durch wechselnde Stampfintensität entstand eine unregelmäßige Porosität, welche der Fassade ihre natürliche und lebendige Wirkung verleiht. Die unregelmäßige Oberflächenstruktur ergibt zudem bei wechselnden Lichteinfallswinkeln überraschend unterschiedliche Eindrücke.

     

    Für das gelungene Ergebnis gebührt der Einbaumannschaft rund um Polier Gerhard Junker sowie seinen Stellvertretern Helmut Auer und Manfred Achatz größtes Lob. Schon nach wenigen Einbaulagen hat Architekt Karlheinz Röck die Entscheidung, welche der drei Farben in der jeweils nächsten Lage zur Verwendung kommen soll, der Einbaumannschaft überlassen – das Wort Handwerkskunst trifft in diesem Fall punktgenau zu.

     

    Die Familie Fröschl hat mit ihrer Entscheidung für eine Stampfbetonfassade ein deutliches Zeichen für den Baustoff Beton gesetzt und Mut bewiesen, diesen in einer nicht alltäglichen Form darzustellen.

    Das neue Fröschl Haus besitzt mit dieser Stampfbetonfassade eine ausdrucksstarke, nachhaltige und den Anforderungen des alpinen Klimas bestens angepasste Gebäudehülle.

     

     

    Stampfbetonfassade - Einzigartig in Österreich

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    Stampfbeton ist die Bezeichnung für unbewehrten BETON, der durch die Druckstöße beim Stampfen verdichtet wird.

    Stampfbeton besteht aus einem Gemisch von Natursteinen und Zement. Mit den entsprechenden Schalungen kann man den Kunststein in jeder beliebigen Form herstellen. Der Beton gehört zu den unbewehrten Betonen, die durch Stampfen verdichtet werden, weshalb hierfür nur Betongemische mit einer steifen Konsistenz verwendet werden.

    Der Landhausplatz - Creativbeton in Höchstform

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    Der Landhaus-Platz in Innsbruck wurde neu geplant und komplett saniert.

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